
Wer in Berlin mit U-Bahn oder S-Bahn unterwegs ist, wird häufig kontrolliert. Wenn sich eine Fahrt durch „gefährliches“ Gebiet nicht vermeiden lässt (siehe Schwarzfahrplan Berlin 2007), können die folgenden Hinweise weiterhelfen die Kontrolleure schon beim Einsteigen zu identifizieren. Hier sind für euch die 10 Dinge an denen man einen Berliner Fahrkartenkontrolleur erkennt:
1. Die Berliner Kontrolleure sind immer zu zweit unterwegs. Wenn an einer Station nur eine einzelne Person in den U-Bahn-Waggon einsteigt ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Kontrolleur.
2. Fahrscheinkontrolleure haben kein größeres Gepäck und keine „Items“ (Zeitung, Blumenstrauß, Koffer) dabei, die würden auch nur beim kontrollieren stören.
3. Ihr Kleidungsstil ist häufig eher labrig. Die Unterscheidung zu Verkäufern von Straßenzeitungen (Motz, Straßenfeger) fällt daher des Öfteren schwer. Letztere haben aber mindestens eine Zeitung dabei (siehe Punkt 2)
4. Kontrolleure setzen sich praktisch nie hin (wieso auch, sie müssten eh gleich wieder aufstehen).
5. Sie hören in der U-Bahn keine Musik über den MP3-Player wie die meisten anderen Fahrgäste.
6. Um weniger aufzufallen steigen die Kontrolleure häufig getrennt an beiden Enden des Waggons ein, werfen sich dabei aber evtl. verräterische Blicke zu.
7. Kontrolleure sind nur als Mann-Mann oder Mann-Frau Duo unterwegs, die Kombination Frau-Frau kommt praktisch nicht vor.
8. Mag sich zunächst diskriminierend anhören, stimmt aber: Kontrolleure sind in Berlin selten Asiaten oder Schwarze.
9. Mindestens einer der beiden Kontrolleure ist groß oder kräftig gebaut um Autorität auszustrahlen.
10. Der Blick des Berliner Fahrkartenkontrolleurs ist betont unauffällig und lässig. Nur wer keinen Fahrschein hat schaut sich an jeder Station hektisch um.
Luca Dumont
22 Kommentare
5. Juni. 2007 um 11:16
Solche Typen habe ich hier in Duisburg jeden Tag im Bus sitzen – ääh… stehen. Zum Glück habe ich eine Monatskarte.
5. Juni. 2007 um 11:31
Wichtiger Punkt: Sie sehen immer wie Assis aus, die in Ihren Klamotten geschlafen haben. Ob sieht man auch Hinweise auf Alkoholismus, was gerade in üblen Gegenden die Tarnung perfekt macht.
Allerdings kennt man mit der Zeit die Kontrolleure, hat also kein Problem die schon am Geruch einzuordnen. Aber das tangiert mich nicht einmal peripher – eine Monatskarte kostet nicht die Welt.
5. Juni. 2007 um 19:13
bei uns hier haben sie dazu noch immer das Gleiche an: blaue Hose und dunkelblaue Jacke mit nem weißen Neonstricht quer drüber bzw. im Sommer ein Blaues Hemd eben. Und dann noch ihren kleinen PDA, wo sie die Schwarzfahrer reinschreiben. Erkennbar 1000 km gegen den Wind.
6. Juni. 2007 um 5:30
4. Kontrolleure setzen sich praktisch nie hin (wieso auch, sie müssten eh gleich wieder aufstehen)
dem kann ich allen uebels nicht beipflichten.
Kleiner Selbstbericht, aber in/ aus der Tram:
- ich steige in der Danziger in die Tram (ohne Ticket)
- bleibe, gedacht taktisch klug, vorn am Fahrerhaeuschen stehen.
- mir gegenueber sitzt ein Typ (keonnte Bulgare gesewesen sein)
- er unterhaelt sich mit seinem Sitznachbar`n
- dennoch aus irgend einem mir nicht haptischen Bauchgefuehl klingelten meine inneren Alarmglocken.
- auch hatte ich mit diesem Menschen mehr als einmal Augenkontakt
- Gruenberger Str. steht er auf mit den Worten: „Fahrscheine bitte !“
…
6. Juni. 2007 um 10:56
Kontrolleure in Berlin haben IMMER noch eine Art Tasche dabei, z.B. eine Hüfttasche oder einen Rucksack. Da steckt der PDA drin, denn mit dem PDA in der Hand einzusteigen würde zu sehr auffallen.
Die Frauen sehen meistens auch aus wie Männer.
7. Juni. 2007 um 0:16
Ich empfehle den Film „Kontroll“ (http://www.filmstarts.de/produkt/38238,Kontroll.html)
Der Film zeigt die ungarische „Wirklichkeit“. Schöne Grüße:JanoSy
7. Juni. 2007 um 11:36
hier in Hamburg haben die Kontrolleure in der S-Bahn immer dieselben Klamotten an, ihre Sicherheitsdienst-Bla-Uniform
7. Juni. 2007 um 19:42
[...] LarryLuca klärt uns über die 10 Dinge auf, an denen man Kontrolleure erkennt und gibt auch noch die passenden Tipps wo es sich am besten schwarzfahren lässt. [...]
8. Juni. 2007 um 12:40
Es würde auch leichter gehen.
Einfach eine fahrkarte kaufen.
Dann könnte man auch entspannen und müsste nicht jedesmal die leute taxieren und nach einem Kontrolleur abgleichen.
wäre auch ne möglichkeit.
Alexander Stritt
9. Juni. 2007 um 11:18
Schöner Artikel! Kann echt hilfreich sein.
Ich hab vor einer Weile ja mal das Schwarzfahrer-ABC geschrieben, das könnt ihr unter folgender Adresse finden:
http://www.missxyz.de/?p=64
Viel Spaß beim Weiterbilden übers Schwarzfahren!
Gruß,
Deborah / missxyz
25. Juni. 2007 um 17:38
Am Samstag in der U9 (kurz vor Leopoldplatz) kontrolliert worden. Pärchen mit absolut atzigem Kleidungsstil (Jogginghose, Labberpullover) steigt ein und setzt sich an zwei Enden des Waggons hin. Er packt demonstrativ eine BZ aus seiner Hüfttasche und tut so, als ob er lesen würde. Als die Bahn anfährt, stehen sie auf und kontrollieren die Fahrausweise. Man hat trotzdem sofort gemerkt, dass die beiden zusammen gehören. Aber schon bedenklich was für ungepflegte Leute die BVG bei sich in der U-Bahn kontrollieren lässt – bisschen Kleiderordnung wäre da mal angebracht finde ich! Wirft ein sehr schlechtes Bild auf den Nahverkehr wenn nicht mal die Kontrolleure sich halbwegs anständig anziehen können..
16. Juli. 2007 um 16:04
[...] 10 points: how you can indentify a controller.. to dodge the fare: from A to Z [...]
10. September. 2007 um 14:43
[...] Dumont klärt uns über die “10 Dinge an denen man einen Fahrkartenkontrolleur erkennt” auf. Sehr gut und sicherlich auch für andere Städte [...]
12. Januar. 2008 um 22:35
ja,das alles stimmt genau,aber paar punkte müssta noch nennen:z.b.haben die fast immer eine bauchtasche und tragen jeansjacken.manche neulinge mit cordon-oder wahlweise picaldijacken sind kaum zu erkennen.frag mich immer was fürne ausbildung die haben(gar keine?).die sehen auch so unsportlich(z.b bierbäuche)aus,dass man eig.wegrennen könnte.
29. Juni. 2008 um 17:13
man erkennt die kontrolleure manchmal auch an ihrem ausweiskärtchen, dass sie beim einsteigen ggf in der hand haltend verstecken. die kärtchen sind so groß wie scheckkarten und lassen sich in der hand haltend gerade so verdecken, man sieht’s aber natürlich, dass die person da irgendwas krallt, und dann nix wie raus…
4. Januar. 2009 um 15:16
Ich bin Kontrolleur in Aachen und muss sagen wie Blöd doch die Leute sind die mit der Bahn fahren und sich ständig erwischen lassen besonders auf der RE 1 Linie oder auf der Re 4 zwichen Übach-Palenberg und Geilenkirchen. Ihr seid alle sowas von scheisse blöd, denn bis jetzt habe ich alle erwischt und bekomme auch noch eine stattliche Fangprämie für jeden. Ich kann nur jedem raten, hütet euch!!
17. Februar. 2009 um 19:22
Da ist wieder das Thema mit der Ausbildung … wie wärs mit einer Rechtschreibübung??! ^^
Was soll denn bitte „bis jetzt habe ich alle erwischt“ heißen?! Mit Sicherheit nicht. Bei der Aussage wäre logisches Denken angebracht.
Dafür, dass du eine Fangprämie bekommst, muss dein Gehalt ziemlich niedrig sein oder willst du in deiner wiederlichen Arroganz etwa erzählen du fährst nen dicken BMW?!
19. März. 2009 um 13:28
Kontrolleure(zivil)sind in berlin zu 99,9% nicht zu erkennen!!bei den aufeglisteten stichpunkten müsste man theoretisch bei ziemlich jeden verdacht schöpfen!körperliche fittness sowie kentnisse der bahnhöfe sind die grundlagen für gemütliches schwarzfahren,die wenigsten kontrolleure können bei einem 500m „extremsprint“mithalten!hab es jetzt zweimal durch und der kick ist extrem heftig,adrenalin in verbindung mit körperlicher anstrengung flasht so geil:) wer kann der hat
peace
17. April. 2009 um 15:26
Liebe Schwarfahrer!!
Es muß alles bezahlt werde. Ein Bus kostet um die 300000€. Dazu kommt noch Diesel.Personalkosten usw.!!!
Für alles ist Geld da.Nur für eine Fahrkarte nicht?
Ich schaffe als Kontrolleur und muß sagen,immer Mensch bleiben, auch bei der Kontrolle.
Ich als Kontrolleur muß meinem Arbeitgeber, und den zahlenden Fahrgästen gerecht werden.
18. Mai. 2009 um 11:10
Da gab es mal eine geile Anti-Schwarzfahrer-Kampagne in der Münchner U-Bahn!
Werbetafel: Männchen steht im Scheinwerferlicht – mit der Aufschrift „grosser Auftritt für 40,–€“. Ja, so stell’ ich mir das vor! Deshalb: Schwarzfahren – nein, danke
23. Juni. 2009 um 21:58
11. Fast alle(!) tragen eine sogenannte „Schultertasche“ und/oder Bauchtasche! Jedenfals in Berlin
Hab mir das letzte mal Ende 07 ein ticket gekauft und bin seitdem NIE! erwischt worden!
Man muss nur ein aufmerksames Auge haben und Reaktion zeigen können
6. August. 2009 um 12:54
Also in Berlin gab es in den letzten 3 jahren 2-3 fahrschein preiserhöhungen, gleichzeitig wurde das Sozialticket abgeschafft um es dann etwas mehr als einem jahr später mit großem selbstabgefeiere für den doppelten preis wieder einzuführen…
es wurden 07/08 etliche untere angestellte entlassen und gehälter gekürzt während der vorstand für die chefetagen erhöhungen bekam.
und sowas soll ich unterstützen?
da ich nicht leider bei jedem wette mit dem rad zur arbeit komme, und morgens mir nicht den stress geben will bin ich dennoch zu oft dazu gezwungen mir einen schein zu kaufen.
obwohl ich hier in berlin da nur die schwarzmarkt verkäufer empfehlen kann.aber aufpassen in letzter zeit gibt es wieder betrüger die den stempel abkratzen und das ticket neustempeln!
sonst sind es oft mittellose menschen die gebrauchte tickets schnorren und für 1euro weiterverkaufen.also was gutes getan und sich ein ticket geteillt.
toll ist auch sein gebrauchtes ticket weiter zu verschenken wenn es noch gültig ist und nicht mehr gebraucht wird, bei wenig geld kann man auch nach dem euro fragen:)