18. Juni. 2007...11:24

Die üblen Tricks der Pfandbetrüger

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Egal ob Cola, Eistee oder Mineralwasser: Für Einwegflaschen muss man seit etwas über einem Jahr (1. Mai 2006) ganze 25 Cent Pfand bezahlen. Die Plasteflaschen sind so zu einem begehrten Sammelgut geworden, kein Wunder, kriegt man doch viel mehr zurück als beispielsweise für Bierflaschen (nur 8 Cent Pfand). Der hohe Gegenwert lockte schnell auch Betrüger an. Bei einer Bande aus Schleswig-Holstein wurden im Herbst 2006 insgesamt 150.000 PET-Flaschen mit gefälschten Etiketten festgestellt. Diese hatten sie eigens in Litauen produzieren und sich liefern lassen, um sie anschließend in großen Supermärkten gesammelt zurückzugeben. Der Gegenwert hätte sich auf knapp 38.000 Euro belaufen. Doch die Aktion flog auf, die Männer wurden auf einem Aldi-Parkplatz verhaftet noch ehe sie mit dem Einlösen der Flaschen beginnen konnten (Link zur Geschichte bei Pressetext.de).

Was hat sich seitdem getan? Ist es wirklich so einfach die hochtechnisierten Pfandautomaten zu überlisten? Wir wagen den Selbstversuch, wollen eine einzelne selbstgebastelte Mogelflasche zu Geld machen.

Echte Pfandflasche

Das ist unser Ausgangspunkt: Mit einer Digitalkamera machen wir ein Foto von einer Mineralwasser-Pfandflasche. Wichtig ist der gut lesbare Barcode, an welchem der Automat erkennen kann ob es sich um eine Flasche mit oder ohne Pfand handelt.

Pfandstreifen

Wir übertragen das Foto, schneiden den Barcode virtuell aus und drucken ihn anschließend aus . Die Qualität ist nicht sonderlich gut, aber es handelt sich ja auch nur um einen Versuch. (Abbildung hier absichtlich unscharf)

Kein Pfand weil Diätgetränk

Das Zielobjekt: Die Japonica-Flasche aus dem Edeka ist aus demselben Plastik hergestellt wie ihre Pfandkollegen, aber da es sich um ein „Diät-Erfrischungsgetränk“ handelt, ist sie von der Pfandregelung ausgenommen. Wir kleben unseren selbstgedruckten Barcode auf.

25 Cent spuckt der Pfandautomat aus

Die Probe aufs Exempel: Wir schleichen uns in den nahegelegen Edeka, legen die Flasche mit dem Barcode nach oben in den Pfandautomaten. Der blinkt kurz, öffnet den malmenden Schlitz und verschluckt dann laut rumpelnd unser Versuchsobjekt. Es hat geklappt! Ohne mit der Wimper zu zucken spuckt der Flaschensammler uns den 25 Cent-Pfandcoupon aus, den wir umgehend beim Kauf von überteuerten Bonbons einlösen. Das es so einfach geht, hätten wir wirklich nicht gedacht. Aber ein bisschen schlechtes Gewissen haben wir dann schon, als uns der nette junge Mann an der Kasse ein fröhliches „und nochn schönen Tag“ hinterherruft.

Achtung: Wir wollen an dieser Stelle nicht zum Pfandbetrug aufrufen , sondern nur über die Methoden der Pfandbetrüger berichten. Wir raten ausdrücklich davon ab, selbst etikettierte Flaschen herzustellen und einzulösen!

20 Kommentare

  • Tztztz..das das so einfach geht, hätte ich ja nicht gedacht. Naja..kann man nen bisschen sein Taschengeld aufbessern..und man sollte sich nicht erwischen lassen ;)

  • ich hab erst Pfadfinder statt Pfandbetrüger gelesen!

  • hallo,

    ganz ehrlich! Der Artikel sollte zwar keinen Aufruf dazu sein Pfandbetrüger zu werden, doch wenn es so einfach geht werde ich das nun auch mal mit einer Probeflasche probieren um zu sehen ob das klappt. Ich denke mach anderer spürt auch das verlangen sich ein wenig Taschengeld einzusacken wenn er den Artikel liest. Und das Foto bietet noch eine perfekte Vorlage so braucht man nicht mal die Flasche einscannen. Also ich glaube der Artikel wirkt doch indirekt auf die Leser ein besonders auf die die weniger Geld zur Verfügung haben

    lg teo

  • this is good programme for the environment .

  • Ich habe aus Interesse auch mal versucht diesen Trick anzuwenden. Allerdings muss ich sagen, dass bei mir der Pfandautomaten (Testautomat im Penny-Markt) die Annahme verweigert hat.
    Ich vermute, dass die Sicherheitsvorkehrungen verschärft wurden. Allerdings ist das auch gut so, um einen volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.

  • Der mit Ahnung

    Möglicher Weise ist das machbar, ich kenne mich nur mit den meist verbreitesten Siemens-Nixdorfautomaten aus, bei anderen kanns unterschiede geben.
    Den Automaten ist der barcode völlig egal, er ist mit Farblasern ausgestattet, der das Pfandlogo liest, diese Farbe ist allerdings so, das sie kaum ein Drucker nachdrucken kann.

  • Leute leute,

    das das mit dem Barcode funktioniert kann sich ja wohl jeder Denken lol. Nur die Pennymarkt automaten Achten auf dieses Olle logo, die bei Lidel, Aldi und Edeka, die schlucken die Pullen alle auch ohne dieses Logo, muss nur nen Barcode draufgeklebt worden sein, der in das system als Pfandflasche eingespeist wurde und zack schluckt der ide poulle und macht schnippselchen draus. Ihr Könnt auch einfach nur nen Barcode auf ne Lenorpulle Kleben oder auf eine Dose Insatanttee oder auf was auch immer, der automat nimmt alles breitwillig an, sogar tabakdosen und der gleichen.

    Ihr könnt auch nen Nylonfaden um den flaschenhlas binden und nachdem der automat die pulle erkannt hat und sie ein weinig reingefahren ist, zieht ihr die pulle wieder nach vorne und kassiert so oft Pfand dafür wie ihr den vorgang wiederholt.

    Die automaten sind der letzte müll, wenn ich den Konstruiert hätte würde der bei mir gänzlich anders funktionieren. In der Industrie werden zum beispiel konserven via Highspeedcams geprüft oder glasflaschen und der gleichen, so ne cam da rein, ne software schreiben, die Etiketten aller flaschen die Pfandberechtigt sind einspeichern und fertig das Problem der fremden flaschen is dann aus der welt weil die intelligente OCR Software nur noch bilder vergleichen muss ist wie bei der Polizei nen Matchingprogramm für fingerabdrücke.

    Sogesehn sind die Märkte das allesamt selber schuld damals hatten se auch keine Automaten und alles war gut, dann sollen se vor jeden automaten nen Servicemitarbheiter stellen der die pullen einwirft dann haben se das Problem auch nicht mehr.

  • @moe
    verstehe ich dich richtig: ein autobesitzer, dessen wagen keine alarmanlage besitzt, wäre also selbst schuld, wenn sein auto gestohlen wird- der dieb aber nicht..?
    mannmannmann… solche sprüche wie deine sind echt ein indiz dafür, was in diesem land nicht stimmt…
    [edit: Bitte keine Androhung von Gewalt, unabhängig ob ironisch gemeint oder nicht]

  • Hat hier keiner einen Scanner??? Oh Man, da nehmt ihr das Bild oder fotografiert das ab!

  • [...] gelegentlich, wobei er sich seine Stoffe von den Gassen Berlins apportiert. Hier ist er den ‘üblen Tricks der Pfandbetrüger‘ auf der Spur. Minister Schäuble – übernehmen [...]

  • Sind Supermärkte an sich und die Flaschenautomaten im Besonderen eigentlich alle videoüberwacht? :)

    • naja nicht alle , wenn man weiß wie man das macht, kann man gutes geld machen mit diese sache !es geht auch one irgent welche flaschen rein zu machen! nur mit einem FLASCHE kann man das machen !!! klingt komisch ne,aber es geht auf jeden fall soll das Orginal flasche sein ! weiter sag ich nicht mehr !!!

  • wieso volkswirtschaftlicher schaden????
    die flaschen, die man in den automaten tut, wurden doch allesamt hergestellt. und der empfänger der flaschen, der das pfand rausrückt, bekommt ja auch seinen gegenwert in plastik.
    so gesehen einfach gedacht alles in butter.
    und obendrein verringert es unseren zu sortierenden bzw eh in den hochofen zu schmeißenden mischplastikmüll.

  • gut das zu wissen…denn manchmal muß man dann doch auch mal selbst für Gerechtigkeit sorgen…
    Pfandbetrug läuft nämlich auch oft andersrum:
    Bei „Ja!“ Mineralwasser PET-Flaschen z.B. ist der Aufdruck nämlich nicht sonderlich beständig und löst sich vonselbst auf, wenn man jene Flasche ein paarmal in der Hand gehabt hat…der Automat nimmt folglich die Flasche nichtmehr an. Auch die achso hilfreichen Verkäufer und selbst der Filialleiter lehnten die Rücknahme der Flasche ab, obwohl die Flasche sich noch eindeutig identifizieren ließ…
    Wenn das nichtmal ein sinnvoller Anwendungsfall für den gezeigten Trick ist…

    • Gesetzliche Anforderungen an die Rücknahme pfandpflichtiger Einweggetränkeverpackungen

      Rücknahmepflicht nach Materialart

      Seit dem 1. Mai 2006 sind Einzelhändler oder andere Letztvertreiber zur Rücknahme aller pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen der Materialart verpflichtet, die sie vertreiben. Die Rücknahmepflicht gilt unabhängig davon, ob die Einweggetränkeverpackungen von dem Händler oder einem Wettbewerber verkauft wurden. So muss ein Händler, der nur PET-Einwegflaschen anbietet, keine Dosen oder Glasflaschen zurücknehmen, jedoch PET-Flaschen unabhängig von ihrer Größe, Form oder Marke.

      Ausnahme:

      Geschäfte mit einer kleinen Verkaufsfläche (unter 200 m²) können die Rücknahme weiterhin auf die Einweggetränkeverpackungen der Marken beschränken, die sie in ihrem Angebot haben.

  • diepfandrebellen

    Pfand für alle Flaschen !!!!Herr Trittin

  • tja geht auch einfacher, ne kleine schnur an der flasche angebracht und dann immer wieder raus ziehen ;-)

  • Neeeeee das mit der schnurr geht bei keinem einzigem automaten mehr egal ob neu oder alt,

    Jeder automat schlägt allarm und sperrt sich und besonders peinlich wirds dann wenn hinter einem leute stehen die auch ihr pfand abgeben wollen.

  • man kauft sich ein 6pack volvic oder vittel in Frankreich kein Pfand dann einen Kasten in Deutschland dann stellt man die franz. Flaschen in den Kasten und ab in den Automaten und die Pfandflaschen auch doppelt kassiert. funzt bei allen Automaten hab ich gehört.

  • Doch das geht mit der schnurr min freund hat immer gemacht er hat reingemacht und danaht er alarm geschlagen und gleich wieder weiter erhat 4,75€ Gemacht von 0,25€ !!´


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