Archiv der Kategorie: Journalismus

Neue Post von den Grinsebacken

Einige von euch werden sich bestimmt noch an die Fernstudien-Geschichte von letzter Woche erinnern. (-> Post von den Grinsebacken). Der freundliche Ingo Karsten von der Fernschule ILS hat mir wieder geschrieben und er hat „gute Nachrichten“ für mich. Aber lest selbst:

Brief ILS 1

Juhu! Ich bin ausgewählt für ein Stipendium! Und Ingo rückt mit ordentlich Kohle raus:

Brief ILS 3

außerdem

Brief ILS 2

Und wie gibts nun die Kohlen? Beigelegt findet sich eine Tabelle mit dem Kursangebot. 882 Euro spare ich, wenn mit einem Hauptschulabschluß in 42 Monaten mein Abitur nachhole und dafür 4662 Euro (Rabatt schon eingerechnet) bezahle. Mist, wo kriege ich jetzt auf die Schnelle einen Hauptschulabschluss her?

Schade auch, dass ich bei ILS immer nur was spare wenn ich den Grinsebacken vorher sehr viel mehr Geld überwiesen habe. Also mal ehrlich Ingo, von einem Stipendium erwarte ich doch ein bisschen mehr! So könnte ja glatt der Eindruck entstehen es handele sich um eine verkappte Werbeaktion, wo die Preise vorher absichtlich erhöht wurden um sie hinterher wieder herunterzusetzen (ganz böse Unterstellung!).

Gut hat mir auch der beigelegte Rückumschlag gefallen, der von einer gewissen Vergesslichkeit der angehenden Schüler im Übereifer der schnellen Kursanmeldung ausgeht:

Umschlag ILS 1

„Bin ich wirklich schon bereit für den Erfolg?“ werden sich jetzt viele fragen – und die Anmeldezettel doch nochmal beiseite legen. So wie ich, aber da liegt es ja eher am sparsamen Stipendium von ILS-Ingo.

Sehr schön ist auch das privilegierende Merkmal auf der Vorderseite des Umschlags. Die „eiligen Unterlagen“ in diesen Umschlägen werden natürlich viel schneller bearbeitet als die der anderen. Steht ja schließlich auch drauf:

Umschlag ILS 2

Ich warte derweil schon gespannt auf den nächsten Brief der Grinsebacken. Wer wird mir wohl als nächstes schreiben? Vielleicht Anno oder Dörte oder doch Kirsten? Und wird mir Ingo noch mehr Kohle für ein Fernabitur anbieten? Fragen über Fragen – und nur der Briefträger wird die Antwort bringen…

Luca Dumont

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Die üblen Tricks der Pfandbetrüger

Egal ob Cola, Eistee oder Mineralwasser: Für Einwegflaschen muss man seit etwas über einem Jahr (1. Mai 2006) ganze 25 Cent Pfand bezahlen. Die Plasteflaschen sind so zu einem begehrten Sammelgut geworden, kein Wunder, kriegt man doch viel mehr zurück als beispielsweise für Bierflaschen (nur 8 Cent Pfand). Der hohe Gegenwert lockte schnell auch Betrüger an. Bei einer Bande aus Schleswig-Holstein wurden im Herbst 2006 insgesamt 150.000 PET-Flaschen mit gefälschten Etiketten festgestellt. Diese hatten sie eigens in Litauen produzieren und sich liefern lassen, um sie anschließend in großen Supermärkten gesammelt zurückzugeben. Der Gegenwert hätte sich auf knapp 38.000 Euro belaufen. Doch die Aktion flog auf, die Männer wurden auf einem Aldi-Parkplatz verhaftet noch ehe sie mit dem Einlösen der Flaschen beginnen konnten (Link zur Geschichte bei Pressetext.de).

Was hat sich seitdem getan? Ist es wirklich so einfach die hochtechnisierten Pfandautomaten zu überlisten? Wir wagen den Selbstversuch, wollen eine einzelne selbstgebastelte Mogelflasche zu Geld machen.

Echte Pfandflasche

Das ist unser Ausgangspunkt: Mit einer Digitalkamera machen wir ein Foto von einer Mineralwasser-Pfandflasche. Wichtig ist der gut lesbare Barcode, an welchem der Automat erkennen kann ob es sich um eine Flasche mit oder ohne Pfand handelt.

Pfandstreifen

Wir übertragen das Foto, schneiden den Barcode virtuell aus und drucken ihn anschließend aus . Die Qualität ist nicht sonderlich gut, aber es handelt sich ja auch nur um einen Versuch. (Abbildung hier absichtlich unscharf)

Kein Pfand weil Diätgetränk

Das Zielobjekt: Die Japonica-Flasche aus dem Edeka ist aus demselben Plastik hergestellt wie ihre Pfandkollegen, aber da es sich um ein „Diät-Erfrischungsgetränk“ handelt, ist sie von der Pfandregelung ausgenommen. Wir kleben unseren selbstgedruckten Barcode auf.

25 Cent spuckt der Pfandautomat aus

Die Probe aufs Exempel: Wir schleichen uns in den nahegelegen Edeka, legen die Flasche mit dem Barcode nach oben in den Pfandautomaten. Der blinkt kurz, öffnet den malmenden Schlitz und verschluckt dann laut rumpelnd unser Versuchsobjekt. Es hat geklappt! Ohne mit der Wimper zu zucken spuckt der Flaschensammler uns den 25 Cent-Pfandcoupon aus, den wir umgehend beim Kauf von überteuerten Bonbons einlösen. Das es so einfach geht, hätten wir wirklich nicht gedacht. Aber ein bisschen schlechtes Gewissen haben wir dann schon, als uns der nette junge Mann an der Kasse ein fröhliches „und nochn schönen Tag“ hinterherruft.

Achtung: Wir wollen an dieser Stelle nicht zum Pfandbetrug aufrufen , sondern nur über die Methoden der Pfandbetrüger berichten. Wir raten ausdrücklich davon ab, selbst etikettierte Flaschen herzustellen und einzulösen!

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Unschuldige Spiele

Unschuldige Spiele

Also „unschuldige Spiele“ kenne ich ja auch einige: Rommé ist beispielsweise ziemlich unschuldig, Siedler von Catan auch – und Mensch ärger dich nicht erst! Wenn ich das richtig gelesen habe, warten die „tabulosen Luder“ des Spieletreffs in der Philippstraße in Chemnitz aber noch auf ihre Spiele (vielleicht im Internet bestellt und noch nicht angekommen), diese müssen also wohl erstmal selber mitgebracht werden. Für eine Neueröffnung ist das natürlich erstmal etwas mau-mau, aber darüber kann man vielleicht hinwegsehen, schließlich sind die zwei „ganz neu“. Das H/H am Ende der Annonce bedeutet im übrigen Holz-Halma, das spielen die beiden vermutlich besonders gerne. Wer Interesse an einer Partie hat, kann die beiden mobil erreichen.

Nachtrag: Wie man der Annonce entnehmen kann, sind die beiden derzeit noch Tabu-los, schade ist das doch auch ein sehr schönes Gesellschaftsspiel!

Luca Dumont
(aus Chemnitzer Morgenpost vom 12. Juni 2007)

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Post von den Grinsebacken

Fernschulen

Kleines Quiz: Was haben diese vier leicht angestrengt grinsenden Menschen gemeinsam?

Alle vier sorgen sich um meine Bildung, wollen wir Geld schenken damit ich mein Abitur nachmache, einen Feng-Shui-Lehrgang belege oder mich zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt C++ weiterbilden lasse. Dr. Kirsten Huter, Ingo Karsten, Anno Stockem und Dörte Buschhüter (von links nach rechts) arbeiten für die Hamburger Akademie für Fernstudien bzw. das Institut für Lernsysteme (ILS) und sie geben einfach keine Ruhe: Seit ich mich vor kurzem einmal für ihr Angebot interessiert habe, schreiben mir die vier praktisch jede Woche und preisen ihre Kurse mit den schönsten Worten an: Die ILS verspricht „individuelle Studienkonditionen“ und will mir 120 Euro schenken für den Fall dass ich bei ihnen anfange. Auch die Hamburger Akademie will diesen Betrag lockermachen, wenn ich einen Fragebogen zur Fernstudienbefragung ausfülle. Leider kriege ich das Geld aber erst nachdem ich einen Lehrgang mit neun Monaten Regelstudiendauer durchgearbeitet und mehrere 1000 Euro dafür bezahlt habe. Es ist bei allen das gleiche: Geld gibts nur wenn ich dafür bezahle!

Und so stapeln sich die Briefe der vier Grinsebacken weiter auf meinem Schreibtisch und werden immer mehr. Interessant ist in jedem Fall dass die Konditionen von Anno, Kirsten, Ingo und Dörte immer besser werden: Jüngst waren sie so überzeugt von mir dass sie mir glatt 200 Euro statt der sonst üblichen 120 Euro angeboten haben. Kirsten wollte mir zudem mindestens 20 % der Studiengebühren erlassen. Aber ich denke dass da noch mehr geht und warte weiter. Irgendwann bekomme ich warscheinlich 110 % erlassen und 500 Euro wieder – bis dahin warte ich weiter. Denn eines ist gewiss: Anno, Kirsten, Ingo und Dörte geben nicht so schnell auf wenn es um meine Bildung geht. Ihr Lächeln empfängt mich jeden Tag am Briefkasten – es ist ein schöner Tag!

Luca Dumont

Aktuelle Stand der Postlawine:

Brieflawine der Fernstudienanbieter

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10 Dinge an denen man einen Fahrkartenkontrolleur erkennt

Berliner U-Bahn

Wer in Berlin mit U-Bahn oder S-Bahn unterwegs ist, wird häufig kontrolliert. Wenn sich eine Fahrt durch „gefährliches“ Gebiet nicht vermeiden lässt (siehe Schwarzfahrplan Berlin 2007), können die folgenden Hinweise weiterhelfen die Kontrolleure schon beim Einsteigen zu identifizieren. Hier sind für euch die 10 Dinge an denen man einen Berliner Fahrkartenkontrolleur erkennt:

1. Die Berliner Kontrolleure sind immer zu zweit unterwegs. Wenn an einer Station nur eine einzelne Person in den U-Bahn-Waggon einsteigt ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Kontrolleur.

2. Fahrscheinkontrolleure haben kein größeres Gepäck und keine „Items“ (Zeitung, Blumenstrauß, Koffer) dabei, die würden auch nur beim kontrollieren stören.

3. Ihr Kleidungsstil ist häufig eher labrig. Die Unterscheidung zu Verkäufern von Straßenzeitungen (Motz, Straßenfeger) fällt daher des Öfteren schwer. Letztere haben aber mindestens eine Zeitung dabei (siehe Punkt 2)

4. Kontrolleure setzen sich praktisch nie hin (wieso auch, sie müssten eh gleich wieder aufstehen).

5. Sie hören in der U-Bahn keine Musik über den MP3-Player wie die meisten anderen Fahrgäste.

6. Um weniger aufzufallen steigen die Kontrolleure häufig getrennt an beiden Enden des Waggons ein, werfen sich dabei aber evtl. verräterische Blicke zu.

7. Kontrolleure sind nur als Mann-Mann oder Mann-Frau Duo unterwegs, die Kombination Frau-Frau kommt praktisch nicht vor.

8. Mag sich zunächst diskriminierend anhören, stimmt aber: Kontrolleure sind in Berlin selten Asiaten oder Schwarze.

9. Mindestens einer der beiden Kontrolleure ist groß oder kräftig gebaut um Autorität auszustrahlen.

10. Der Blick des Berliner Fahrkartenkontrolleurs ist betont unauffällig und lässig. Nur wer keinen Fahrschein hat schaut sich an jeder Station hektisch um.

Luca Dumont

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Schwarzfahrplan Berlin 2007

Schwarzfahrplan

Wohl kaum irgendwo wird man so oft kontrolliert wie in den Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Den Kontrolleuren, von Berlinern oft abwertend „Kontrollettis“ genannt, begegnet man beinahe täglich. Fakt ist: Wer mit U- oder S-Bahn unterwegs ist muss in Berlin häufig seinen Fahrschein vorzeigen. Wer keinen dabei hat, wird notiert und zahlt 40 Euro Strafe.

Der Schwarzfahrplan Berlin zeigt die wichtigsten Gefahrenstellen des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin aus Schwarzfahrersicht auf. Gleichwohl wollen wir hier nur über das Wissen der Schwarzfahrer berichten, nicht aber selbst dazu aufrufen: Bitte kauft euch vor jeder Fahrt mindestens einen Fahrschein!


Grundwissen des Schwarzfahrers

– Kontrolleure fahren nicht gerne pendelnd zwischen den Stationen hin- und her sondern steigen lieber um und fahren auf diese Weise eine Kreisroute

– Folglich sind vor allem Linien mit vielen Umsteigemöglichkeiten gefährdet: Die Stationen um den Zoologischen Garten sind dafür ein gutes Beispiel

– Je weiter man eine Linie stadtauswärts fährt, desto unwahrscheinlicher werden Kontrollen. Kein Kontrolleur fährt gerne aus der Stadt raus, wenn er doch nachher den ganzen Weg zurückfahren muss

– In Stadtteilen in denen die BVG aufgrund der wirtschaftlichen Lage mehr Schwarzfahrer vermutet wird häufiger kontrolliert: Wedding, Neukölln, Reinickendorf und Spandau sind mutmaßlich lohnender als Zehlendorf, Grunewald oder Charlottenburg

– Die BVG hat ein Herz für abendliche Schwarzfahrer: Kontrollen nach 20 Uhr (Vorsichtigere Stimmen sagen nach 22 Uhr) sind äußerst unwahrscheinlich.


Schwarzfahrplan 2007 für die U-Bahn

U1zwischen Uhlandstraße und Warschauer Straße

Häufige Kontrollen auf der ganzen Linie, vor allem an den Stationen die in Kreuzberg liegen (z.B. Hallesches Tor, Kottbusser Tor, Görlitzer Bahnhof). Häufig auch rund um den Nollendorfplatz, wo zudem Übergang zu den Linien U2 und U4 besteht.

U2zwischen Ruhleben und Pankow

Besonders häufig wird hier zwischen Zoologischer Garten und Nollendorfplatz kontrolliert. Auch der nachfolgende Teil bis Mendelssohn-Bartholdy-Park ist nicht ungefährlich. Im touristischen Teil der Linie wird seltener kontrolliert, erst in den Stationen hinter Alexanderplatz die durch den Prenzlauer Berg führen sind Kontrolleure wieder häufiger anzutreffen. In Richtung Ruhleben sind die Stationen ab Bismarckstraße weitgehend sicher.

U3zwischen Nollendorfplatz und Krumme Lanke

Auf der Studentenlinie (FU Berlin) wird vor allem am Semesteranfang kontrolliert, wenn viele ihr Ticket noch nicht aktualisiert haben. Sonst sind Kontrollen selten, morgens ist es dazu oft auch einfach zu voll in den Zügen…

U4zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz

Eher sporadische Kontrollen auf dieser sehr kurzen Linie. Umsteigebahnhöfe wie der Bayrische Platz (U7) sind riskant, da Kontrolleure lieber im Kreis fahren anstatt zwischen den Stationen hin- und her zu pendeln.

U5zwischen Alexanderplatz und Hönow

Bis jetzt leider keine Informationen. Wenn du die Linie regelmäßig fährst und Tipps geben kannst wo man häufig Kontrolleure trifft, einfach in den Kommentaren posten.

U6zwischen Alt-Tegel und Alt-Mariendorf

Kontrollen treten vor allem schwerpunkthaft auf. Häufig in den Stationen rund um den U/S-Bahnhof Wedding und dem Kurt-Schumacher-Platz. In den Stationen in Richtung Tegel stadtauswärts ist die Lage dagegen weitgehend entspannt, zumal die Züge häufig leer sind und Kontrolleure schnell erkannt werden können.

U7zwischen Rathaus Spandau und Rudow

Heiße Linie die zwischen zwei Arbeiterbezirken (Spandau und Neukölln) verkehrt, dadurch häufige Kontrollen insbesondere auch im Mittelteil der Linie zwischen Adenauer Platz und Kleistpark (hier hat die BVG ihren Hauptsitz). Hotspot ist hierbei unter anderem der Bahnhof Berliner Straße wo die U7 die ebenfalls viel kontrollierte Linie U9 kreuzt. Auch zwischen Wilmersdorfer Straße und Adenauerplatz wird man oft nach dem Fahrschein gefragt.

U8zwischen Wittenau und Hermannstraße

Bis jetzt leider keine Informationen. Wenn du die Linie regelmäßig fährst und Tipps geben kannst wo man häufig Kontrolleure trifft, einfach in den Kommentaren posten.

U9zwischen Osloer Straße und Rathaus Steglitz

Viel befahrene und viel kontrollierte Innenstadtlinie. Insbesondere die Stationen zwischen Zoologischer Garten und Bundesplatz sind gefährdet, da die Linie hier auch die U1, U3 und U7 kreuzt, die den Kontrolleuren ein bequemes Umsteigen ermöglichen. Um den Bahnhof Zoo ist in beide Richtungen große Vorsicht geboten, hier steigen gerne Kontrolleure ein.


Die Tipps der Schwarzfahrer für die S-Bahn

Ringbahn

Hier wird eher selten kontrolliert, die Stationen um S-Bahnhof Wedding und Westkreuz sind leicht gefährdet, evtl. wegen den guten Umsteigemöglichkeiten zu anderen Linien. Generell haben es Schwarzfahrer in der Ringbahn aber leicht.

Innerer Stadtring – zwischen Westkreuz und Ostkreuz

Kontrollen häufig in den Stationen direkt um den neuen Hauptbahnhof. Besonders tückisch für Reisende die gerade erst angekommen sind und sich in Eile keinen Fahrschein mehr geholt haben. Häufig kontrolliert wird auch zwischen Bahnhof Zoo und Tiergarten. Am Ende der Linie ist insbesondere der Bahnhof Warschauer Str. nicht ungefährlich. In anderer Richtung nimmt hinter Westkreuz in Richtung Spandau die Wahrscheinlichkeit einen Kontrolleur zu treffen deutlich ab.

Luca Dumont

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Der Sextanz der InTouch

Was macht Nicole Kidman hier?
Liebe InTouch-Redakteure,

in Ausgabe Nr. 12/2007 eures People-Magazins InTouch beglückt ihr uns mit folgender exklusiver Geschichte: Auf verschwommenen Paparazzo-Fotos sehen wir da offenbar Nicole Kidman (das glauben wir euch mal) wie sie auf ihrer Yacht mit Mann Keith Urban ihr Privatleben genießt und offenbar eine kleine Tanzeinlage macht.

Ja, dass geben auch wir offen zu, das allein als Geschichte ist ziemlich schwach – sogar für so ein dünnes Käseblatt wie die InTouch. Bemerkenswert fanden wir allerdings, wie ihr die Geschichte mit ein klein wenig Phantasie erweitert und auf ganz eigene Weise interpretiert:

Nicole Kidman

Achso sieht das also aus wenn Nicole Kidman ihr Liebesleben anheizt! Nun gut, für eine Überschrift ist aber auch das immer noch viel zu harmlos, deshalb dichtet ihr dort fröhlich weiter:

Überschrift

Klingt doch gleich viel besser und wenn man es schön groß über zwei Seiten druckt fällts auch keinem mehr auf dass das nicht zu den Fotos passt, ehrlich…

Die letzte Steigerung erfährt die Geschichte dann aber in der Ankündigung auf der Titelseite:

Teaser InTouch
Mal ehrlich liebe InTouch-Redakteure, ihr lest euer eigenes Heft nicht wirklich selbst nochmal durch, oder? Und dass die „wilde“ Nicole Kidman die ganze Zeit auf allen noch so pixeligen Handypaparazzo-Fotos ein langes Sommerkleid trägt und es auch anbehält ist euch deswegen auch garnicht aufgefallen, oder?

Haben wir uns schon fast gedacht!
Luca DuMont

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