Post von den Grinsebacken

Fernschulen

Kleines Quiz: Was haben diese vier leicht angestrengt grinsenden Menschen gemeinsam?

Alle vier sorgen sich um meine Bildung, wollen wir Geld schenken damit ich mein Abitur nachmache, einen Feng-Shui-Lehrgang belege oder mich zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt C++ weiterbilden lasse. Dr. Kirsten Huter, Ingo Karsten, Anno Stockem und Dörte Buschhüter (von links nach rechts) arbeiten für die Hamburger Akademie für Fernstudien bzw. das Institut für Lernsysteme (ILS) und sie geben einfach keine Ruhe: Seit ich mich vor kurzem einmal für ihr Angebot interessiert habe, schreiben mir die vier praktisch jede Woche und preisen ihre Kurse mit den schönsten Worten an: Die ILS verspricht „individuelle Studienkonditionen“ und will mir 120 Euro schenken für den Fall dass ich bei ihnen anfange. Auch die Hamburger Akademie will diesen Betrag lockermachen, wenn ich einen Fragebogen zur Fernstudienbefragung ausfülle. Leider kriege ich das Geld aber erst nachdem ich einen Lehrgang mit neun Monaten Regelstudiendauer durchgearbeitet und mehrere 1000 Euro dafür bezahlt habe. Es ist bei allen das gleiche: Geld gibts nur wenn ich dafür bezahle!

Und so stapeln sich die Briefe der vier Grinsebacken weiter auf meinem Schreibtisch und werden immer mehr. Interessant ist in jedem Fall dass die Konditionen von Anno, Kirsten, Ingo und Dörte immer besser werden: Jüngst waren sie so überzeugt von mir dass sie mir glatt 200 Euro statt der sonst üblichen 120 Euro angeboten haben. Kirsten wollte mir zudem mindestens 20 % der Studiengebühren erlassen. Aber ich denke dass da noch mehr geht und warte weiter. Irgendwann bekomme ich warscheinlich 110 % erlassen und 500 Euro wieder – bis dahin warte ich weiter. Denn eines ist gewiss: Anno, Kirsten, Ingo und Dörte geben nicht so schnell auf wenn es um meine Bildung geht. Ihr Lächeln empfängt mich jeden Tag am Briefkasten – es ist ein schöner Tag!

Luca Dumont

Aktuelle Stand der Postlawine:

Brieflawine der Fernstudienanbieter

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10 Dinge an denen man einen Fahrkartenkontrolleur erkennt

Berliner U-Bahn

Wer in Berlin mit U-Bahn oder S-Bahn unterwegs ist, wird häufig kontrolliert. Wenn sich eine Fahrt durch „gefährliches“ Gebiet nicht vermeiden lässt (siehe Schwarzfahrplan Berlin 2007), können die folgenden Hinweise weiterhelfen die Kontrolleure schon beim Einsteigen zu identifizieren. Hier sind für euch die 10 Dinge an denen man einen Berliner Fahrkartenkontrolleur erkennt:

1. Die Berliner Kontrolleure sind immer zu zweit unterwegs. Wenn an einer Station nur eine einzelne Person in den U-Bahn-Waggon einsteigt ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Kontrolleur.

2. Fahrscheinkontrolleure haben kein größeres Gepäck und keine „Items“ (Zeitung, Blumenstrauß, Koffer) dabei, die würden auch nur beim kontrollieren stören.

3. Ihr Kleidungsstil ist häufig eher labrig. Die Unterscheidung zu Verkäufern von Straßenzeitungen (Motz, Straßenfeger) fällt daher des Öfteren schwer. Letztere haben aber mindestens eine Zeitung dabei (siehe Punkt 2)

4. Kontrolleure setzen sich praktisch nie hin (wieso auch, sie müssten eh gleich wieder aufstehen).

5. Sie hören in der U-Bahn keine Musik über den MP3-Player wie die meisten anderen Fahrgäste.

6. Um weniger aufzufallen steigen die Kontrolleure häufig getrennt an beiden Enden des Waggons ein, werfen sich dabei aber evtl. verräterische Blicke zu.

7. Kontrolleure sind nur als Mann-Mann oder Mann-Frau Duo unterwegs, die Kombination Frau-Frau kommt praktisch nicht vor.

8. Mag sich zunächst diskriminierend anhören, stimmt aber: Kontrolleure sind in Berlin selten Asiaten oder Schwarze.

9. Mindestens einer der beiden Kontrolleure ist groß oder kräftig gebaut um Autorität auszustrahlen.

10. Der Blick des Berliner Fahrkartenkontrolleurs ist betont unauffällig und lässig. Nur wer keinen Fahrschein hat schaut sich an jeder Station hektisch um.

Luca Dumont

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Schwarzfahrplan Berlin 2007

Schwarzfahrplan

Wohl kaum irgendwo wird man so oft kontrolliert wie in den Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Den Kontrolleuren, von Berlinern oft abwertend „Kontrollettis“ genannt, begegnet man beinahe täglich. Fakt ist: Wer mit U- oder S-Bahn unterwegs ist muss in Berlin häufig seinen Fahrschein vorzeigen. Wer keinen dabei hat, wird notiert und zahlt 40 Euro Strafe.

Der Schwarzfahrplan Berlin zeigt die wichtigsten Gefahrenstellen des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin aus Schwarzfahrersicht auf. Gleichwohl wollen wir hier nur über das Wissen der Schwarzfahrer berichten, nicht aber selbst dazu aufrufen: Bitte kauft euch vor jeder Fahrt mindestens einen Fahrschein!


Grundwissen des Schwarzfahrers

– Kontrolleure fahren nicht gerne pendelnd zwischen den Stationen hin- und her sondern steigen lieber um und fahren auf diese Weise eine Kreisroute

– Folglich sind vor allem Linien mit vielen Umsteigemöglichkeiten gefährdet: Die Stationen um den Zoologischen Garten sind dafür ein gutes Beispiel

– Je weiter man eine Linie stadtauswärts fährt, desto unwahrscheinlicher werden Kontrollen. Kein Kontrolleur fährt gerne aus der Stadt raus, wenn er doch nachher den ganzen Weg zurückfahren muss

– In Stadtteilen in denen die BVG aufgrund der wirtschaftlichen Lage mehr Schwarzfahrer vermutet wird häufiger kontrolliert: Wedding, Neukölln, Reinickendorf und Spandau sind mutmaßlich lohnender als Zehlendorf, Grunewald oder Charlottenburg

– Die BVG hat ein Herz für abendliche Schwarzfahrer: Kontrollen nach 20 Uhr (Vorsichtigere Stimmen sagen nach 22 Uhr) sind äußerst unwahrscheinlich.


Schwarzfahrplan 2007 für die U-Bahn

U1zwischen Uhlandstraße und Warschauer Straße

Häufige Kontrollen auf der ganzen Linie, vor allem an den Stationen die in Kreuzberg liegen (z.B. Hallesches Tor, Kottbusser Tor, Görlitzer Bahnhof). Häufig auch rund um den Nollendorfplatz, wo zudem Übergang zu den Linien U2 und U4 besteht.

U2zwischen Ruhleben und Pankow

Besonders häufig wird hier zwischen Zoologischer Garten und Nollendorfplatz kontrolliert. Auch der nachfolgende Teil bis Mendelssohn-Bartholdy-Park ist nicht ungefährlich. Im touristischen Teil der Linie wird seltener kontrolliert, erst in den Stationen hinter Alexanderplatz die durch den Prenzlauer Berg führen sind Kontrolleure wieder häufiger anzutreffen. In Richtung Ruhleben sind die Stationen ab Bismarckstraße weitgehend sicher.

U3zwischen Nollendorfplatz und Krumme Lanke

Auf der Studentenlinie (FU Berlin) wird vor allem am Semesteranfang kontrolliert, wenn viele ihr Ticket noch nicht aktualisiert haben. Sonst sind Kontrollen selten, morgens ist es dazu oft auch einfach zu voll in den Zügen…

U4zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz

Eher sporadische Kontrollen auf dieser sehr kurzen Linie. Umsteigebahnhöfe wie der Bayrische Platz (U7) sind riskant, da Kontrolleure lieber im Kreis fahren anstatt zwischen den Stationen hin- und her zu pendeln.

U5zwischen Alexanderplatz und Hönow

Bis jetzt leider keine Informationen. Wenn du die Linie regelmäßig fährst und Tipps geben kannst wo man häufig Kontrolleure trifft, einfach in den Kommentaren posten.

U6zwischen Alt-Tegel und Alt-Mariendorf

Kontrollen treten vor allem schwerpunkthaft auf. Häufig in den Stationen rund um den U/S-Bahnhof Wedding und dem Kurt-Schumacher-Platz. In den Stationen in Richtung Tegel stadtauswärts ist die Lage dagegen weitgehend entspannt, zumal die Züge häufig leer sind und Kontrolleure schnell erkannt werden können.

U7zwischen Rathaus Spandau und Rudow

Heiße Linie die zwischen zwei Arbeiterbezirken (Spandau und Neukölln) verkehrt, dadurch häufige Kontrollen insbesondere auch im Mittelteil der Linie zwischen Adenauer Platz und Kleistpark (hier hat die BVG ihren Hauptsitz). Hotspot ist hierbei unter anderem der Bahnhof Berliner Straße wo die U7 die ebenfalls viel kontrollierte Linie U9 kreuzt. Auch zwischen Wilmersdorfer Straße und Adenauerplatz wird man oft nach dem Fahrschein gefragt.

U8zwischen Wittenau und Hermannstraße

Bis jetzt leider keine Informationen. Wenn du die Linie regelmäßig fährst und Tipps geben kannst wo man häufig Kontrolleure trifft, einfach in den Kommentaren posten.

U9zwischen Osloer Straße und Rathaus Steglitz

Viel befahrene und viel kontrollierte Innenstadtlinie. Insbesondere die Stationen zwischen Zoologischer Garten und Bundesplatz sind gefährdet, da die Linie hier auch die U1, U3 und U7 kreuzt, die den Kontrolleuren ein bequemes Umsteigen ermöglichen. Um den Bahnhof Zoo ist in beide Richtungen große Vorsicht geboten, hier steigen gerne Kontrolleure ein.


Die Tipps der Schwarzfahrer für die S-Bahn

Ringbahn

Hier wird eher selten kontrolliert, die Stationen um S-Bahnhof Wedding und Westkreuz sind leicht gefährdet, evtl. wegen den guten Umsteigemöglichkeiten zu anderen Linien. Generell haben es Schwarzfahrer in der Ringbahn aber leicht.

Innerer Stadtring – zwischen Westkreuz und Ostkreuz

Kontrollen häufig in den Stationen direkt um den neuen Hauptbahnhof. Besonders tückisch für Reisende die gerade erst angekommen sind und sich in Eile keinen Fahrschein mehr geholt haben. Häufig kontrolliert wird auch zwischen Bahnhof Zoo und Tiergarten. Am Ende der Linie ist insbesondere der Bahnhof Warschauer Str. nicht ungefährlich. In anderer Richtung nimmt hinter Westkreuz in Richtung Spandau die Wahrscheinlichkeit einen Kontrolleur zu treffen deutlich ab.

Luca Dumont

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Der Sextanz der InTouch

Was macht Nicole Kidman hier?
Liebe InTouch-Redakteure,

in Ausgabe Nr. 12/2007 eures People-Magazins InTouch beglückt ihr uns mit folgender exklusiver Geschichte: Auf verschwommenen Paparazzo-Fotos sehen wir da offenbar Nicole Kidman (das glauben wir euch mal) wie sie auf ihrer Yacht mit Mann Keith Urban ihr Privatleben genießt und offenbar eine kleine Tanzeinlage macht.

Ja, dass geben auch wir offen zu, das allein als Geschichte ist ziemlich schwach – sogar für so ein dünnes Käseblatt wie die InTouch. Bemerkenswert fanden wir allerdings, wie ihr die Geschichte mit ein klein wenig Phantasie erweitert und auf ganz eigene Weise interpretiert:

Nicole Kidman

Achso sieht das also aus wenn Nicole Kidman ihr Liebesleben anheizt! Nun gut, für eine Überschrift ist aber auch das immer noch viel zu harmlos, deshalb dichtet ihr dort fröhlich weiter:

Überschrift

Klingt doch gleich viel besser und wenn man es schön groß über zwei Seiten druckt fällts auch keinem mehr auf dass das nicht zu den Fotos passt, ehrlich…

Die letzte Steigerung erfährt die Geschichte dann aber in der Ankündigung auf der Titelseite:

Teaser InTouch
Mal ehrlich liebe InTouch-Redakteure, ihr lest euer eigenes Heft nicht wirklich selbst nochmal durch, oder? Und dass die „wilde“ Nicole Kidman die ganze Zeit auf allen noch so pixeligen Handypaparazzo-Fotos ein langes Sommerkleid trägt und es auch anbehält ist euch deswegen auch garnicht aufgefallen, oder?

Haben wir uns schon fast gedacht!
Luca DuMont

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Handybild der Woche (4)

Christliche Erweckung?

Die christliche Erweckung lauert hinter einer Säule der Bushaltestelle am Bahnhof Zoo in Berlin. „Ich habe dich erweckt dass du mich suchst“ fällt sie einen im ungestümen Bibeldeutsch an. Vier Personalpronomen in drei Zeilen Text (Ich, Dich, Du, Mich) ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Botschaft wird erst mit dem letzten Wort klar: Da will offenbar jemand gesucht werden. Ein Versteckspiel! – und das auf dem unübersichtlichen Bahnhofsvorplatz schräg gegenüber der Knut-Mania im Zoo. Irritierend wirkt bei diesem Aufruf nicht zuletzt der fehlende Absender. Jesus bleibt anonym. Clevere Taktik um Aufsehen zu erregen oder einfach nur vergessen? Heutzutage sollte man schon wissen wonach man sucht, jeder der mal bei Kaufland oder Real einkaufen war wird das bestätigen können. So verhallt die Erweckungslyrik von den meisten wohl ungehört, ah da kommt auch schon mein Bus, ich muss weg…

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Handybild der Woche (3)

Tawa - Die No1 der No2

„Endlich gibt’s die günstigen Zigaretten überall!“ schreit es uns von diesem Plakat im BILD-Boulevard-Stil entgegen. Tawa heißt die neue Marke, ein Name hinter dem man auch ein günstiges Spülmittel („Bist du braver, spül mit Tawa“) vermuten könnte. Klingt auch nicht nach großer weiter Welt sondern eher nach einer Abkürzung. Vielleicht für TAbakWAren?
Irritierend ist auch die Unstimmigkeit des Plakates. Unten wird „unsere No.1 in Preis und Geschmack“ angepriesen, auf der Packung steht groß und deutlich „No.2“. Na was denn nun?

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Nachtschicht bei FJW

„Bier macht unkreativ.“ Immer wieder muss ich an die Worte meines besten Kumpels Kai denken. Was der wohl gerade macht? Bestimmt reißt er in irgendeiner Dorfdisko gerade geile Schnitten auf. Man das würde ich jetzt auch viel lieber machen. Aber geht nicht, die Kolumne muss fertig werden. 20 Zeilen mit einfachen Sätzen. Das muss doch zu schaffen sein. Erstmal eine entspannte Arbeitsatmosphäre schaffen. Die Kronkorken kommen in den Papierkorb, die Flasche stelle ich nach links auf den Schreibtisch und Block und Stift nehme ich in die Hand. Puuh, ganz schön anstrengend diese Aufräumerei. Darauf nehme ich erstmal nen Schluck. Ist aber auch lecker dieses Bier. Aus welcher Brauerei das wohl kommt? Mal auf dem Etikett nachlesen.

Halt! Ich will doch die Kolumne schreiben. Das ist der Grund warum ich jetzt noch hier am Tisch sitze, statt mit Kai durch die Dorfdiskos zu ziehen. Die Kolumne für Sonntag, die Post an die Leser. Irgendwas pathetisches wäre nicht schlecht. Wo man zum Frühstück gleich senkrecht im Sessel sitzt. Das ist eine gute Idee, darauf nehme ich nen Schluck. Huch, ist ja schon alle die Flasche. Na, da muss ich wohl erstmal in die Redaktionsküche gehen und mir ne neue holen. Puuh, der Weg dahin ist aber auch schon wieder weiter geworden…so da ist es ja. Jetzt noch den Kronkorken abdingsen *plopp*.

Mhm lecker, so ein Bier ist schon was feines. Aber irgendwas war doch da noch, achja die Kolumne für Sonntag, die Post an die Leser. Ich schreibe einfach was zu einem Thema wo ich mich auskenne: „Liebe deutsche Biertrinker“ Komma. Ja, das ist doch mal gut, ist ja schon so gut wie fertig das Ding. Erstmal nen Schluck. „ihr habt es schon nicht leicht.“ Auch gut, so ein Satz passt ja fast immer. „Die Preise steigen, der Gerstensaft wird an der Kasse zum flüssigen Gold“ Wahnsinn, es läuft wieder wie geschmiert! „Und wer ist Schuld?“ Die Schuldfrage ist immer das wichtigste! „Die da oben, die Champagner trinken während wir auf der Alkoholsteuer sitzen bleiben“ Sehr gut, jetzt noch fünf Zeilen mehr, zwei Alliterationen und ne Metapher brauche ich noch. Schluck, schluck. Ah, ist das lecker. So jetzt nur noch mein Kürzel drunter: Herzlichst Ihr F.J. Wagner.

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